Psycho-ABC: C wie Compliance

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In der Psychotherapie und Beratung ist der Begriff der Compliance zwar einer, der selten ausgesprochen wird, jedoch enorme Bedeutung hat. Ich möchte diese Grundlage absolut jeder gelungenen Zusammenarbeit zwischen Klient:in und Berater:in daher heute etwas näher beleuchten.

Compliance meint den Willen oder die Bereitschaft, der Person, die in die Therapie oder Beratung kommt, auch tatsächlich an den eigenen Themen zu arbeiten. Es bezeichnet also die Grundlage der gemeinsamen Arbeit, die Bereitschaft, sich einzulassen. Man könnte den Begriff grob übersetzen als „Therapiemitarbeit“. Ursprünglich war damit tatsächlich eine Art Gehorsam verbunden, heute hat der Begriff eine Bedeutungswandlung erfahren.

Heute versteht man darunter die Bereitschaft und auch Fähigkeit des Patienten/ der Patientin, eigenständig an der Therapie mitzuarbeiten. Vor allem bei chronischen Erkrankungen ist die Compliance besonders wichtig, denn der/die Betroffene muss die Mitarbeit teilweise lebenslang aufrecht erhalten. In der Medizin und Psychologie gibt es daher Untersuchungen dazu, welche Patient:innengruppen besonders compliant sind und welche besonders wenig.

Die Compliance hängt aber natürlich nicht allein von den Betroffenen ab. Je besser die Erklärungen und je besser die Beziehung zwischen Therapeut:in und Klient:in, desto höher ist auch die Compliance.

Hier zeigt sich: es ist wichtig zu wissen, welchen Einfluss es haben kann, wenn ich verstehe, warum mir ein bestimmter (medizinischer oder psychologischer) Vorschlag gemacht wird. Und ohne die eigene Mitarbeit wird der Erfolg einer Beratung, Therapie oder medizinischen Intervention deutlich geringer ausfallen als mit entsprechender Compliance.

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